Bodenverdichtung

Der Schlepperreifen steht in direktem Kontakt mit dem Boden. Sein Einfluss ist somit grundlegend für die Verdichtung und die Fahrspurenbildung.

Was versteht man unter Bodenverdichtung?

Die Bodenverdichtung ist einer der Hauptprozesse der Bodendegeneration. Verursacht wird sie durch das Befahren mit immer schwereren landwirtschaftlichen Landmaschinen unter manchmal schwierigen Witterungsbedingungen.

Die Bodenverdichtung steht in Verbindung mit der Bodenbeschaffenheit, seinem Wassergehalt, der Typologie der Kulturen und der auf die Oberfläche ausgeübten Belastung. Das mehrmalige Überfahren mit Landmaschinen führt zu Bodenverdichtung und Abschürfung der Bodenschichten, was wiederum die Belüftung, das Eindringen von Wasser und die Wurzelbildung der Kulturen behindert.

Die Bodenverdichtung hat starke wirtschaftliche Auswirkungen: Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge, Gefahr der Entwicklung von Krankheiten und zudem die Notwendigkeit von zeit- und kraftstoffintensiven Regenerierungsarbeiten, wie z.B. Pflügen, Grubbern etc.

Was versteht man unter Fahrrinnenbildung?

Die Fahrrinnenbildung ist eine wesentliche Bodenverformung in Längsrichtung, die durch starkes Einsinken eines Fahrzeugs beim Befahren des Bodens entsteht. Die Fahrrinnenbildung ist besonders auf weichem Untergrund ausgeprägt.

Die Folgen sind katastrophal für die landwirtschaftliche Entwicklung: In einer Fahrrinne ist das Wachstum gehemmt und stellt daher einen direkten Verlust bei den Erträgen dar.

Die Fahrrinne verhindert das Absickern des Wassers, was die Pflanzen ersticken und die Entwicklung von Krankheiten fördern kann.

 

Preserve your soil with radial technology, improved traction in all conditions and flexible, long-lasting casing thanks to “MICHELIN Ultraflex Technologies”.

Tiefe Fahrrinnen erhöhen den Kraftstoffverbrauch von landwirtschaftlichen Landmaschinen. In der Fahrrinne müssen die landwirtschaftlichen Reifen permanent gegen einen Erdkeil* rollen. Zur Regenerierung des Bodens müssen zeit- und energieaufwändige Auflockerungsarbeiten durchgeführt werden.

Der richtige Einsatz der Traktorreifen bietet die Möglichkeit, Verdichtung und Fahrrinnenbildung zu verringern.

Hier macht die Fähigkeit des Landwirtschaftsreifens, sehr schwere Lasten mit sehr niedrigem Reifenfülldruck transportieren zu können, seine Qualität aus. Der Reifeninnendruck ist näherungsweise gleichzusetzen mit dem Bodendruck pro cm².  (z. B.: Der Reifenfülldruck beträgt 1 bar. Der vom Reifen auf den Boden ausgeübte Druck wäre in diesem Fall etwa 1kg/cm².)

Je höher also der Reifendruck, desto höher ist der Druck auf den Boden und desto ausgeprägter sind Bodenverdichtung und Fahrrinnenbildung.

Die Bodenverdichtung wird durch den Schlupf der Landwirtschaftsreifen verstärkt, daher ist ihre Zugkraft ausschlaggebend für die Verringerung dieses Erscheinungsbildes.

*Bulldosing- Effekt:  kontinuierliche Aufbau eines Erdwalls vor dem Reifen in der Fahrspur.

Beratung von Michelin

Michelin entwickelt Landwirtschaftsreifen, mit denen sich die Bodenverdichtung reduzieren und die Zugkraft der verschiedenen Landmaschinen erhöhen lässt.

Ratschlag Nr. 1: Ziehen Sie die Radialtechnik der Diagonaltechnik vor

Die bei Pkw und Lkw bereits weit verbreiteten Radialreifen haben ihre Vorteile auch in der Landwirtschaft unter Beweis gestellt. Im Vergleich zur Diagonaltechnologie ermöglicht die Radialtechnologie die Verringerung der Bodenverdichtung und die Erhöhung der Zugkraft der Landmaschinen durch die Fähigkeit, schwere Lasten mit geringerem Reifenfülldruck zu transportieren. Eine größere Reifenaufstandsfläche für eine bessere Lastverteilung auf dem Boden und eine bessere Traktion durch besser greifende Reifenstollen.

Ratschlag Nr. 2: Bevorzugen Sie die Breit- und Großvolumenreifen

Das Ziel der Baureihen sogenannter breiter und großvolumiger Reifen besteht darin, den Druck bei gleicher Tragfähigkeit zu verringern, eine bessere Traktion zu erreichen und dabei den Außendurchmesser und den Abrollumfang eines sogenannten Standardreifens beizubehalten.
Ein Traktor, der ursprünglich mit Standardreifen bestückt war, kann problemlos mit breiten oder großvolumigen Agrarreifen ausgestattet werden. Michelin hat hierfür die folgenden Baureihen breiter und großvolumiger Reifen entwickelt:
Beispiel: Ein Traktor mit 200 PS und einer Tragfähigkeit von 1.800 kg pro Vorderreifen und 4.000 kg pro Hinterreifen sowie einer maximalen Geschwindigkeit von 40 km/h auf der Straße.

  • MICHELIN OmniBib 620/70R42 160D TL und 480/70R30 141D TL.
  • MICHELIN MultiBib 650/65R42 158D TL und 540/65R30 143D TL.
  • MICHELIN MachXBib 650/75R38 169 A8 /169B TL und 600/65R28 154A8 / 154B TL

Reifenfülldruck

MICHELIN AgriBib

MICHELIN OmniBib

MICHELIN MultiBib

MICHELIN MachXBib

Reifenfülldruck vorn

1 bar

0,8 bar

0,7 bar

0,6 bar

Reifenfülldruck hinten

1,6 bar

1,2 bar

1,2 bar

1 bar

Im Vergleich zum MICHELIN AgriBib ist der Reifenfülldruck beim MICHELIN OmniBib und MICHELIN MultiBib durchschnittlich mindestens 20 % niedriger und der Druck im MICHELIN MachXBib durchschnittlich 38 % niedriger. 

Ratschlag Nr. 3: Entscheiden Sie sich für die Michelin Ultraflex Technologies

Dank der MICHELIN Ultraflex Technologies beginnt die Optimierung der landwirtschaftlichen Erträge mit den Agrar-Reifen. Worin besteht das Geheimnis? Eine innovative und langlebige Karkasse, die größere Einfederungen zulässt.

Ergebnis: Die mit MICHELIN Ultraflex Technologies ausgestatteten Landmaschinenreifen können auch bei niedrigem Druck sehr schwere Lasten tragen, und zwar unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit.*

Das ist aber nicht alles: Darüber hinaus ermöglicht die flexible Struktur dieser Reifenkarkasse eine große Aufstandsfläche, was wiederum die Traktion der Traktorreifen erhöht.

Vorteile der MICHELIN Ultraflex Technologies:

  • Sie sparen Zeit und Kraftstoff;
  • Sie schonen Ihren Boden;
  • Sie erhöhen Ihre landwirtschaftlichen Erträge.

 

 

 

*Konstant niedrige Reifenfülldrücke unabhängig von der Geschwindigkeit bei MICHELIN XeoBib, MICHELIN AxioBib und MICHELIN SprayBib